© Text und Bilder von Dirk Böhling
Agfa Karat / Rapid-Filmpatrone
Hersteller Agfa Camera Werk AG
Typ Karat- / Rapid-Filmpatrone


Die Karat- und Rapid-Filmpatrone hat eine lange Geschichte. Sie kam 1937 als Agfa Karat Filmpatrone auf den Markt. Zur Info, die noch heute gültige 135'er Kleinbildparone gab es erst ab 1939. Die Karat Patrone war mit ganz normalen 35 mm Kleinbildfilm gefüllt, für das Format 24 x 36 mm passen 12 Bilder auf einen Filmstreifen. Dies sollte so Agfa, dem Tagesbedarf des Fotografen entsprechen und so sollten "Filmleichen" in der Kamera vermieden werden. Erst nach 1945 setzen sich in Deutschland die 135'er Kleinbild-Patronen durch und es wurde ruhiger um die Karat-Patronen. Als 1963 Kodak mit seinen 126 Instamatic Filmen auf den Mark kam, fehlte Agfa ein Gegenstück dazu. So wurden die alten Karat-Patronen reanimiert und als Rapid-Patronen neu auf dem Markt gebracht. Die einzige Neuerung der kernlosen Metall-Patrone ist die seitlich angebrachte Nase, mit der bei geeigneten Kameras die Filmempfindlichkeit automatisch von 50 ASA auf 100 ASA umgestellt wird (siehe Bild unten). Gleichzeitig änderte man das genutzte Filmformat auf die Größe 24 x 24 mm. Da Kodak mit ihrem einfacheren System das Rennen um die Gunst der Kunden gewonnen hatte, stellte Agfa das Rapid System 1972 wieder ein.
Links im oberen Bild kann man an der liegenden Patrone die silberne T-förmige Nase für die Filmempfindlichkeit erkennen. Rechts im Bild zwei Patronen im "Einsatz", ganz links eine neue Patrone.

 



Im Bild links kann man deutlich den beweglichen Stift zum Ein- stellen der Filmempfindlichkeit erkennen. Zu sehen an der rechten Filmkammer einer Dacora D 202 rapid. Dies ist die Kammer in die die neue Filmpatrone eingelegt wird, da er Film beim Spannen nach links geschoben wird.

Lippisches Kamera Museum
 
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