Gossen Lunasix 3
Hersteller
Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH
Typ
Gossen Lunasix 3
Messtyp
Cds-Belichtungsmesser
Baujahr
1960 - 1964 / Lunasix (Version 1)
1964 - 1966 / Lunasix (Version 2)
1966 - 1986 / Lunasix 3
198? - 1988 / Lunasix 3S
Messart
Objekt- und Lichtmessung
Empfindlichkeit
DIN 0- 45° / ISO 0,8 - 25.000
Cine Gangzahl
8 - 128 B/sec
Blende/Zeit
f/1 - 90/ 8h - 1/4000"
Lichtwerte -8 - +24 LW
Lux-Werte Tabelle auf der Rückseite
Besonderheit Erster System-Belichtungsmesser mit Aufnahme von Vorsatzgeräten

Der Gossen Lunasix 3 war der viele Jahre lang der Standard Belichtungsmesser für Profis und anspruchsvolle Amateure. Es war der erste System-Belichtungsmesser, der mit immerhin 5 verfügbaren Vorsatzgeräten an viele Spezialgebiete angepasst werden konnte. Endlich konnte das Licht überall, auch in kleinsten Details, gemessen und die Belichtung an die eigenen Wünsche angepasst werden und das ohne zu schätzen oder lange Testreihen. Der Gossen Lunasix 3 war die konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen Lunasix und ist genauso wie dieser, mit einer Cds-Messzelle ausgestattet. Die Cds Messzelle war damals Stand der Technik und liefert sehr gute Werte auch bei extrem wenig Licht. Durch die hochwertige Ausstattung ist der Lunasix 3 ein extrem vielseitiges Messgerät, welches sogar nachts einsetzbar ist. So reichen die Lichtwerte von LW -8 - 24, die längste messbare Belichtungszeit beträgt hier immerhin 8 Stunden. Der Lunasix 3 besitzt zwei Messbereiche, die durch die Messwippe auf der rechten Seite gewählt werden. Der obere Schalter wir bei wenig Licht genutzt, der untere Schalter ist für die Benutzung bei normaler Beleuchtung. Die entsprechende Messbereichstaste wird gedrückt, bis der Zeiger still steht, dass kann bei wenig Licht auch mehrere Sekunden dauern, dann lässt man die Taste wieder los. Beim Loslassen der Taste bleibt der Zeiger fest stehen und der Messwert damit gespeichert. Im Gegensatz zum Gossen Lunasix (Version 1) werden hier nur die Werte des gewählten Messbereiches im Messfeld angezeigt, die andere Skala wird mechanisch ausgeblendet. Hierdurch werden Ablesefehler vermieden und die Ablesesicherheit erhöht. Im zweiten Bild links wurde die obere Taste der Wippe gedrück, damit das Messwerk für wenig Licht eingeschaltet. Der angezeigte Wert ist 8, das ergibt den LW 4, auf der Rechenscheibe zeigt der Lunasix 3 alle möglichen Belichtungskombinationen an. Durchgeführt wurde hier eine Objektmessung, die Diffusorkalotte ist ganz nach rechts geschoben. Bei günstigeren Belichtungsmessern muss der Messwert durch eine Nachführmessung während der Messung eingstellt werden. Neben der klassischen Objektmessung, verfügt dieser Belichtungsmesser auch über die sinnvollere Lichtmessung, für die die weiße Diffusorkalotte vor den Messeingang geschoben wird. Dieser Belichtungsmesser wurde von 1966 - ca. 1986 in mehreren Varianten gefertigt. Passend zu den neueren Geräten wie dem Gossen Profisix, wurde später die Gehäusefarbe in Schwarz geändert, im nächsten Step wurde auch die Rechenscheibe komplett schwarz ausgeführt. Die passende Batterie V625PX gibt es nicht mehr zu kaufen, als ordentlicher Ersatz kann der Lunasix aber mit dem V625PX / PX13 / MR9 Batterie Adapter samt 1,45 V Zink-Luft- Batterie 675 genutzt werden. Die Batterie hält bei mir gut 30 Tage und ist dazu sehr preiswert. Außerdem bietet die Firma Gossen immer noch einen Batterieadapter mit Diode für moderne Silberoxid-Batterien an.

Passende Zusatzgeräte der MultiClass-Geräte, Lunasix 3/Lunasix 3s:
Tele
Lab/Labor
Repro
Mess-Sonde
Micro

Mit dem Gossen Sixtar bekam der Gossen Lunasix dann 1965 einen Belichtungsmesser für den fortgeschrittenen Amateur zur Seite gestellt.
Im driten Bild links sehen Sie den Gossen Lunasix 3 in seinem wertigen Lederetui.
Das Bild ganz unten links ist der Belichtungsmesser zusammen mit seiner original Verkaufverpackung zu sehen, hier ist auch noch das Preisschild zu erkennen 139,- DM.

© Text und Bilder von Dirk Böhling
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Beim Überfahren des Bildes mit der Maus, sehen Sie den Belichtungsmesser mit vorgeschobener Diffusorkalotte