Leica M-E (Typ 220)
Hersteller Leica Camera AG, Wetzlar
Typ Leica M-E (Typ 220)
Sensor CCD Sensor 24 x 36 mm - 18 Mp
max. Auflösung 5.212 x 3472
Speichermedium SD / SDHC
Monitor 2,5", 230.000 Pixel
Baujahr 2012 -
Optik Wechselobjektiv
Carl Zeiss Biogon T* 1:2/35 mm ZM
Verschluss Schlitzverschluss
240" - 1/4000 und "B/T", Vorlaufwerk
Belichtungsmessung TTL Belichtungsmessung integral,
Manuell und Zeitautomatik
Fokussierung Manuell, 0,7 m - ∞
Blitzanschluss Blitzschuh für Leica Systemblitz

Jahrelang habe ich von einer hochwertigen Kamera "Made in Germany" geträumt. Mit dem Umstieg auf das Vollformat habe ich 2015 endlich den Schritt gewagt und mir eine Leica M-E gekauft. Die Kamera ist extrem wertig gefertigt und hat eine unbeschreibliche Haptik. Das Besondere ist aber die sehr dezente Optik, die bei der Leica M-E durch die anthrazit farbene Lackierung noch unterstrichen wird. Mit dieser kompakten Kamera wird der Fotograf nicht groß wahrgenommen und kann entspannter arbeiten als mit einer großen DSLR. Bei einer Leica Messsucherkamera wird alles weggelassen, was nicht zum Fotografieren benötigt wird. So gibt es für die Belichtungsmessung nur eine mittenbetonte Integralmessung, manuelle Belichtungseinstellung oder Zeitautomatik und manuelle Fokussierung. Das Herzstück ist aber der große und helle Messsucher, der das manuelle Fokussieren sehr einfach und präzise macht. In seiner Mitte ist ein rechteckiges Feld, in dem der Mischbildentfernungmesser eingespiegelt ist. Der Einstellring am Objektiv muss genau in der Richtung gedreht werden, in der auch das versetzte Bild verschoben werden muss. Ich habe bis 2004 analog und ohne Autofokus gearbeitet und hatte diese Funktion ehrlich gesagt auch nie vermisst, mit dieser Kamera lässt sich die passende Entfernung wieder schnell und perfekt einstellen. Da es weder Live View oder eine Filmfunktion gibt, ist das kleine nicht besonders scharfe Display mehr als ausreichend. Da ich immer ohne Brille fotografieren, kann ich außer dem Histogram eh nichts erkennen und die Leica zeigt stets ein RGB Histogramm an, was natürlich besonders bequem ist. Für diese Kameras gibt es kaum Objektiv Hersteller, neben Leica fertigen Carl Zeiss und Voigtländer entsprechende Optiken. Ich habe mich als Standard Objektiv für das Carl Zeiss Biogon T* 1:2/35 mm ZM in silberner Verchromung entschieden, da es optisch sehr gut zur Kamera passt und eine sehr hohe Abbildungsleistung hat. Bei dem Zeiss Objektiv ist besonders der Mikrokontrast sehr hoch und gibt dem Bild eine fast dreidimensionale Wirkung. Das Fotografieren mit einer Leica unterscheidet sich doch sehr vom Arbeiten mit einer DSLR Kamera, es fordert den Fotografen mehr und bietet ihm dafür "Fotografie pur", das ist eine Art zu fotografieren, die ich jedem nur empfehlen kann. Mittlerweile habe ich die Leica mit einer Gravur meiner Unterschrift personalisieren lassen, eine der unzähligen Möglichkeiten sich "seine Kamera" anfertigen zu lassen. Im Sommer 2017 bekam die Kamera bei der Leica Camera AG in Wetzlar auf Kulanz einen neuen Sensor mit Hauptplatine und eine Inspektion. So ist sie wieder bereit für neue Taten.

Von mir eingesetzte Objektive an der Leica M-E:

Carl Zeiss Biogon T* 1:2,8/25 mm ZM

Carl Zeiss Biogon T* 1:2/35 mm ZM
Carl Zeiss Planar T* 1:2/50 mm ZM
Carl Zeiss Tele-Tessar T* 1:4/85 mm ZM

© Text und Bilder von Dirk Böhling
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Lippisches Kamera Museum
Beim Überfahren des Bildes mit der Maus,
sehen Sie die Kamera ohne Objektiv.